Klimawandel nicht verstanden?

Warum wir uns ein weiter so in der Politik nicht leisten können?

Kurz und knapp: Die Folgen des menschengemachten Klimawandels werden immer spürbarer, sowohl für die Menschen selbst, als auch für die Tier- und Pflanzenwelt. Der Klimawandel bedroht den Wohlstand vieler Millionen Menschen quer über den Globus und schon in der näheren Zukunft werden die durch den Klimawandel bedingten Veränderungen auch in Deutschland für weitere wirtschaftliche Schäden und soziale Verwerfungen sorgen.

Das Weltklima wird im Wesentlichen durch den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid und Methan angeheizt. Bisher hat das etwa zu 1,0°C globaler Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Niveau geführt. Derzeit steuert die Welt auf eine Temperaturerhöhung von ungefähr 4°C (RCP4,5) bis 2100 zu, wobei die Temperaturen sich auch nach 2100 weiter erhöhen werden. Grundsätzlich warnt der IPCC [Weltklimarat]: „Einige Risiken des Klimawandels sind bereits bei einer Erwärmung um ein bis zwei Grad über vorindustriellem Niveau beträchtlich – bei einem Anstieg um vier Grad aber sind die weltweiten Klimawandelrisiken hoch bis sehr hoch.“

Konkret nennen die WissenschaftlerInnen unter anderem folgende Auswirkungen:

  • Häufigere Hitzewellen
  • Mehr Dürren und Fluten
  • Verlust von Ökosystemen
  • Hungersnöte
  • Gesundheitsrisiken für den Menschen
  • Wachsende Unsicherheit und wirtschaftliche Verluste
  • Verschiebung von Lebensräumen, sterbende Wälder
  • Tier- und Pflanzenarten auf der Kippe
  • Absterben von Korallenriffen
  • Schwächerer Golfstrom, eisfreie Arktis

Den größten Anteil am Ausstoß von Kohlenstoffdioxid trägt unsere Energieversorgung. Um die Erderwärmung weitest möglich zu begrenzen, ist eine Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien unabwendbar.

In Deutschland wurde aus diesem Grund im Jahr 2000 mit dem Erneuerbaren Energie Gesetz [EEG] ein erfolgreiches Instrument zur Förderung der erneuerbaren Energie [EE] eingeführt. Ab 2005 wurde das EEG jedoch schrittweise durch diverse Änderungen zum Preistreiber für die privaten Stromkosten und führt nun absurderweise zur Blockade des weiteren Ausbaus der erneuerbaren Energien.

Gerade die Regierungsparteien, insbesondere die Unionsparteien CDU und CSU betreiben hierbei ein gerade zu perfides Spiel. Der menschengemachte Klimawandel wird zwar von einer Mehrheit der MitgliederInnen der CDU/CSU als Konsens der Wissenschaft betrachtet. Allerdings werden die Risiken oft völlig unterschätzt oder diese werden bewusst aus kurzfristigem wirtschaftlichen Interesse ignoriert. In der Bundes- und Landespolitik, aber auch im EU-Parlament und im Rat der europäischen Union werden Maßnahmen zu einer Reduzierung der Emissionen und ein Ausbau der erneuerbaren Energien gebremst und verhindert. So hat die derzeitige Bundesregierung maßgeblich die Energiewende blockiert:

  • mit mehrfachen Änderungen im EGG, um weiteren EE-Ausbau zu bremsen
  • mit Desinformationskampagnen gegen erneuerbare Energien
  • mit dem Solardeckel, um weiteren Photovoltaikausbau zu verhindern
  • mit vielen bürokratische Hürden, wie etwa die Ausschreibungen neue Windkraftanlagen
  • mit Kürzung der Fördergelder für erneuerbare Energien
  • mit Kürzung der Forschungsgelder für erneuerbare Energien
  • mit Subventionierung fossiler und atomarer Energie
  • mit Behinderung von Divestment fossiler und atomarer Energie

Nachfolgende Quellenauswahl bietet einen umfassenden Einblick rund um die Themen Klimawandel, Klimapolitik und erneuerbare Energien:


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